HTML 5 startet durch

Ich habe in den letzten Beiträgen immer wieder HTML 5 angesprochen und freue mich darüber zusätzliches berichten zu können. Der aktuellste “Working Draft” des W3C für die HTML 5spezifikation wurde gestern am 4. März 2010 veröffentlicht. Auf Wikipedia gibt es einen guten Überblick, wie und warum es überhaupt Überlegungen zu einer Erweiterung von HTML 4.01 kommen soll.

Interessanter sind aber die jüngsten Entwicklungen und Veröffentlichungen der letzten Monate rund um diesen Standard:

  • Apple bekennt sich öffentlich für HTML 5 als zukünftiger Standard für WebOberflächen und bezieht eindeutig Stellung gegenüber der Flash-Technologie
  • Google stellt die Entwicklung neuer Features von Google Gears ein und bezeichnet HTML 5 als Nachfolger
  • W3C veröffentlicht einen neuen Working Draft, in dem die meisten Elemente als “last call for comments” deklariert sind
  • Die W3C HTML 5 Arbeitsgruppe bekommt mit Maciej Stachowiak einen zusätzlichen Vize. Überraschung: er ist von Apple und leitet das WebKit Team
  • Microsoft wechselt mit Paul Cotton seinen Vize der W3C HTML 5 Arbeitsgruppe aus. Damit ist neben Tim Berners-Lee die Leitung der HTML 5 Arbeitsgruppe prominent durch IBM, Apple und IBM besetzt. Jetzt fehlt nur mehr Google.
  • Laut jüngsten Gerüchten soll Microsoft mit IE 9 auf den HTML 5 Standard aufspringen. Erste Demos des IE 9 sollen angeblich im Frühling diesen Jahres verfügbar sein.

Auch wenn HTML 5 noch in den Anfängen steckt, so zeigt die Entwicklung der letzten Monate wo der Markt sich in den nächsten 2 Jahren hinbewegen wird. Ich erwarte nächstes Jahr die erste Versuche innerhalb der Unternehmen, den bis dahin offiziellen Standard zu testen um dessen Möglichkeiten und Grenzen auszuschöpfen.

Mozilla Labs Design Challenge Winter 09

Die Mozilla Labs Design Challenge ist ein kreativer Wettbewerb, bei dem neue Usability Konzepte für zukünftige Firefox Versionen vorgestellt und abgestimmt werden. vor kurzem wurden die Top-10 der ersten Abstimmungsrunde vorgestellt.

Teilweise sind die Konzepte von bereits existierenden Services abgeleitet. Am meisten haben mich die Ideen von Chad Pommiss und Daniel Goodwin angesprochen. Sie machen die altbekannten Browser Funktionen leichter zugänglich und das auch noch optisch ansprechend.

Interessant ist der Wettbewerb vor allem deswegen, da hier ein Ausblick auf die Usability Konzepte zukünftiger Browser möglich ist. Ein paar Dinge lassen sich jetzt daraus schon ableiten:

  • wie in einem meiner letzten Artikel schon angesprochen, ist technische Funktionalität ein untergeordnetes Thema. Bookmarks, RSS Feeds, Saved Sessions, awesome bar etc. sind hilfreiche und akzeptierte Funktionen. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile darin, dem Benutzer die Übersicht und schnellen Zugriff auf Inhalte über diese Technologien zu geben.
  • Widgets stehen in direkter Konkurrenz zwischen Desktop und Browser. Ich glaube, dass mittelfristig der Browser gewinnen wird, da immer mehr Benutzer verschiedene Endgeräte im Laufe eines Tages benutzen und der Browser hier eine einheitliche Plattform bietet.
  • Der Browser unaufhaltsam dem Desktop seine Vorrangstellung als primäre Arbeitsplattform streitig macht. Die Idee von Google “alles in den Browser” ist nicht sonderlich neu, aber Google hat als erster die konsequente Umsetzung betrieben.

Enterprise 2.0 Studie von Bitkom

Bin gerade wieder über die Bitkom Studie aus dem Jahr 2008 über Enterprise 2.0 gestolpert. Diese Studie liefert ein paar Hinweise darauf, warum die Einführung von Enterprise 2.0 im deutschsprachigen Raum und im spezielle Österreich langsam verläuft. Die großen Unternehmen ab 5.000 Mitarbeiter waren in Deutschland die Vorreiter für Enterprise 2.0.

Der überwiegende Anteil der österreichischen Unternehmen sind aber Klein- und Kleinstbetriebe. Der Hauptverband der österr. Sozialversicherungen hat folgende Statistik für 2009 für insgesamt 240.000 Betriebe veröffentlicht:

  • 0.1% Betriebe mit mehr 1.000 Mitarbeiter = 185 Betriebe
  • 0.5% Betriebe mit 250-1000 Mitarbeiter = 1199 Betriebe
  • 17% Betriebe mit 10-250 Mitarbeiter = 39.000 Betriebe
  • 82% Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeiter = 200.000 Betriebe

Beispiel Vorarlberg 2009: dort sind 96% der 8.668 Betriebe Klein und Kleinstbetriebe, wobei

  • 75% der Betriebe weniger als 10 Mitarbeiter haben
  • 3% der Betriebe zwischen 50 und 250 Mitarbeiter haben (Mittelbetriebe)
  • und 36 Unternehmen als Großbetrieb gelten mit mehr als 250 Mitarbeitern

Damit fehlt in Österreich eine Kategorie von Unternehmen, die einen schnellen Mehrwert aus den bisherigen Ansätzen von Enterprise 2.0 schöpfen können und die Themenführerschaft dazu übernehmen. Interessant finde ich den Umstand, dass laut der Studie in Kleinbetrieben, die Adaption von “sozialen Netzwerken” starke Verbreitung findet, dicht gefolgt von Wikis.

Ich denke, dass die bisherigen Ansätze zu wenig Mehrwert für Klein & Mittelbetriebe schaffen. Nur ein Wiki oder CMS allein sind noch kein wirtschaftlich messbarer Mehrwert. Vielleicht kann Klaus-M. Schremser Gentics oder Strnadl Christoph Software AG aus ihren Unternehmen Beispiele bringen, welche konkreten Vorteile sie kennen. Ich werde demnächst noch eine kurze Zusammenfassung der Studie schreiben und ein paar Konsequenzen daraus ableiten.

Wenn jemand aktuellere Studien kennt bitte im Kommentar bekannt geben.

Ist Flash ein Dinosaurier?

zumindestens wenn es nach Steve Jobs geht. Anbei der Link zu dem Interview mit dem Wall Street Journal.

http://gawker.com/5474900/what-steve-jobs-said-during-his-wall-street-journal-ipad-demo

Steve Jobs versucht wieder einmal die treibende Kraft für neue Konzepte und Technologien zu sein. Die einen nennen das visionär, manche hingegen auch engstirnig. In diesem Fall geht es um den nicht vorhandenen Support von Flash auf dem neuen iPad von Apple. Jobs begründet mit teilweise überzogenen Argumenten, warum Flash schlecht ist und HTML 5 der neue Weg darstellt.

In seiner Wortwahl und der Art der Präsentation erinnert er mich stark an den Google Tech Talk Vortrag von Linux Torvald zum Thema “git”. In diesem Vortrag zog Linus das Versionierungswerkzeug Subversion mit überzogenen und provokanten Aussagen durch den Kakao (Artikel). Die weltweite Aufmerksamkeit und Empörung war im sicher. Heute, 3 Jahre später, hat sich sein neues Versionswerkzeug “git” in der Kernelentwicklung durchgesetzt und ist ein etablierter Standard (Subversion übrigens auch noch immer :-)

Für e2p0 ist das Thema insofern interessant, da Apple ebenso wie Google die Zukunft des Internet in HTML 5 sieht. Damit sind in erster Linie  lokaler Browser Cache, WebSockets, Canvas und Syntax Erweiterungen gemeint. In einem unserer letzten Artikel haben wir über AJAX und HTML 5 kurz berichtet, auf experimentelle Projekte in diesem Umfeld wie z.B. Mozilla Bespin Bezug genommen.

Auf der Suche nach …. anderen Enterprise 2.0 Blogs

Wenn man selbst an einem Blog über Enterprise 2.0 schreibt, dann will man natürlich aus wissen, was es sonst noch da draussen gibt. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach anderen Enterprise 2.0 Blogs gemacht.

Enterprise 2.0 Blogs zum Thema

Evangelisten und Consultants

  • Scott Gavin ist KM 2.0 and Enterprise 2.0 Evangelist und beschäftigt sich mit Web Technology and Culture for Business / Enterprise 2.0 (english)
  • Dion Hinchcliffe – einer der Evangelisten von Enterprise 2.0 und sein Blog (english)
    Er ist der Gründer und CTO der Enterprise Web 2.0 Beratungs- und Consultingsfirma Hinchcliffe & Company. Dion hat in den letzten 2 Dekaden sich mit verschiedenen Methoden beschäftigt, wie man Projektzeitpläne beschleunigen kann und gleichzeitig die Qualität der Software. Er arbeitet noch immer für Unternehmen aus dem Fortune 1000.
  • The Impact of Information Technology (IT) on Business and their leaders (english) – dem Vater des Enterprise 2.0 – er hat den Begriff Enterprise 2.0 überhaupt geprägt und hat beschrieben, wie man Web 2.0 Tools und Ansätze in Unternehmen nutzen kann. Er hat im Frühjahr 2006 über Enterprise 2.0 und seine Studien zu bloggen begonnen.
  • Zungu Blog von Cedric Weber, einem Wiki-Consultant aus Esslingen. Deutschsprachig.
  • Frogpond. Von Martin Koser, Unternehmensberater aus Deutschland.
  • Business 2.0 – Blog von Prof. Dr. Andrea Back, Institute of Information Management, Uni St. Gallen
  • Neubiberg-Blog – Blog von Alexander Richter zu Web 2.0

Software

Gesellschaft

  • Shift happens – Online-Magazin zu Veränderung in Organisationen und Gesellschaft

Kommunikation

Bücher

  • Kooperationssysteme – Blog zum Buch Enterprise 2.0 von Alexander Richter und Michael Koch
  • The Art of Letting Go – Blog zum Buch “Enterprise 2.0 – Die Kunst loszulassen” von Sören Stamer und Willms Buhse

Wissensmanagement + Changemanagement

Diverses

  • Wer sich für einen Enterprise 2.0-Rechts-Blog interessiert (deutsch) – Dr. Carsten Ulbricht ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Diem&Partner in Stuttgart.
    Er berät Unternehmen rechtlich vor allem zu Themen des Web 2.0, Social Media und Enterprise 2.0. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Internetrecht, Urheberrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht und Datenschutzrecht, aber auch der Erstellung ent- sprechender AGB bzw. Nutzungsbedingungen und der Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit des Geschäftsmodells bzw. der jeweiligen Plattform.
  • E 2.0 Fallstudien (deutsch) – Website des Enterprise 2.0-Fallstudiennetzwerks!
    Die hier dokumentieren Fallstudien zum Einsatz von Social Software in Unternehmen sollen den Brückenschlag ermöglichen gesammeltes Wissen in die Forschung und zwischen interessierten Unternehmen zu transferieren und weiterzuentwickeln
  • Communixx – Forschung und Entwicklung rund um den Einsatz von Social Software, CSCW und Community-Unterstützung
  • Column 2. Von Sandy Kemsley. Hauptsächlich kommentierte Links.
  • Column Two. Vom Australier James Robertson, der Schwerpunkt liegt aber eher auf Knowledge und Content Management.
  • GrowYourWiki: Stewart Mader´s blog on wiki patterns.
  • Injelea Sehr aktives, deutschsprachiges Blog zum Thema von Frank Hamm.
  • IntranetBlog.com – mit vielen Beiträgen zum unternehmensinternen Einsatz von Web2.0.
  • Trends in the living networks Von Ross Dawson.
  • Workplace Blog with an edge nicht so häufig aktualisiert

Alt, aber innovativ

Auf diese Bewertung habe ich lange gewartet. Das Web ist keine Domäne der Jugend sondern wird dominiert von den älteren Semestern. Fast 60% aller registrierten Benutzer von den unten genannten Web 2.0 Services sind über 35 Jahre! Oder 75% der Benutzer sind über 25 Jahre!

Pingdom hat 2010 eine Untersuchung mit Hilfe von Google Ad Planner durchgeführt um eine Aussage über die Altersverteilung der registrierten Benutzer in 19 “Social network sites” zu treffen (Analyse für USA). Ergebnis: ich bin überrascht. Die Idee ist genial, über das Google Werbesystem Auswertungen darüber zu erstellen.

Die Altersverteilung der registrierten Benutzer passt in das typische Bild eines heutigen Unternehmens. Die alte Diskussion, nach der Web 2.0 ein Hype der Jugend ist, wird damit hinfällig. Anscheinend dürfte das Altern nicht relevant für die Akzeptanz von modernen “social network sites” sein.

Eine kurze Analyse in Google Ad Planner zeigt, dass sich tendenziell die Altersverteilung im deutschsprachigen Raum im Verhältnis zu USA nach unten verschiebt (d.h. jünger). Bei einzelnen Sites gibt es größere geographische Unterschiede, z.B. facebook.com hat in den USA bei den 45-54 jährigen Benutzer die stärkste Altersgruppe (25%) und Deutschland liegt sie bei 25-34 Jahren (26%)!

Ich erinnere mich gerne an die Diskussionen mit unserem Autor Toni Fricko, der trotz nahendem Ruhestand das mit Abstand aktivste Mitglied unserer Autoren in facebook&co ist. Damit stellt er nicht die Ausnahme dar, sondern eher die Regel. Wer hätte das gedacht.

Es stellt sich für mich die Frage, warum es uns im deutschsprachigen Raum so schwerfällt, diese Konzepte in Unternehmen zu etablieren? Es dürfte nach der Studie nicht am Alter liegen. Meinungen sind willkommen.

Category, Label, Tag, Keyword – die bunte neue Welt

Beim letzten Frühstück hatte ich wieder die Diskussion mit Haymo Meran über die Sinnhaftigkeit und die Konzepte zur Verwendung von Tags im Gegensatz zu Verzeichnisstrukturen geführt. Abhängig von der verwendeten Software werden unterschiedliche Varianten angeboten, die teilweise den Benutzer verwirrt zurücklassen. Der Benutzer muss selbst entscheiden, wie er das Angebot verwendet, was nicht selten dazu führt, dass er es gar nicht verwendet.

Ich werde in einem der nächsten Artikel mich näher mit den Standards XMP, Dublin Core etc. etwas beschäftigen und wo diese ihre Anwendung finden. Heute möchte ich mich Kategorien und Tags widmen.

FirefoxBookmark

Der Umzug unseres Blogs von http://blogspot.com auf Wordpress und das Bookmarking von Firefox hat mich auf die Idee gebracht meine bisherige Meinung zu überdenken. Bei Blogspot gibt es z.B. nur Tags, bei Wordpress gibt es Kategorien und Tags. Bei Firefox hingegen Ordner, Schlagwörter und Schlüsselwörter.

Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß, d.h. ausschließlich Ordner oder Tags zur Kategorisierung von Inhalten (bzw. URLs) zu verwenden ist nicht befriedigend. Mir fällt es weitaus leichter Inhalte in wenige, persönliche Grundkategorien einzuteilen und zusätzlich Tags zu vergeben die oft nur von wenigen Inhalten geteilt werden. Das ergibt wenige, leicht merkbare Grundkategorien für alle Inhalte und inflationär viele Tags von denen ich viele mit der Zeit wieder vergesse.

Technisch kann das auf unterschiedliche Art und Weise realisiert werden, aber im Arbeitsalltag hilft eine optische Trennung beider Konzepte (Kategorie und Schlagwort) sehr. Sie kommt auch dem Konzept der Realwelt mit der physischen Ablage eines Dokumentes in einem Ordner und Trennung der Dokumente innerhalb des Ordners nach Themen am nächsten und bietet darüber hinaus weitere Vorteile.

Beispiele für meine Grundkategorien:

  • Artikel – der Inhalt entspricht einem Artikel
  • Journal – verwende ich für meine täglichen Notizen
  • Software – meistens Links zu Software Produkten oder Webservices wie z.B. Amazon S3
  • Blog – Link zu einem Blog oder RSS Feed
  • Hardware – Link oder Dokument mit Informationen zu ausgesuchter Hardware
  • etc.

Das Konzept lässt sich in den meisten Umgebungen leicht umsetzen und synchron halten:

  • Firefox bietet die Möglichkeit einen Bookmark in hierarchisch strukturierten Ordnern abzulegen und zusätzlich mit Schlagwörter und Schlüsselwörter zu versehen. Ordner entsprechen meinen Grundkategorien, Schlagwörter meinen inflationären Tag
  • Für Wordpress gilt das gleiche. Ich werde mir demnächst die Arbeit machen und bisherige Tag Cloud in wenige Kategorien und Tags zu trennen
  • MS Office unterscheidet ebenfalls zwischen Kategorie und Schlüsselwort
  • Auch im Filesystem verwende ich zunehmend weniger und flachere Ordnerstrukturen und vergebe öfters Schlagwörter innerhalb der Dokumente bzw. über den Windows Explorer was sehr komfortabel funktioniert.

Was hat das mit e2p0 zu tun? Ganz einfach, gehört zwar Tag, Bookmark und Suche zu den wichtigsten Merkmalen nach McAffee (siehe Metrik verzweifelt gesucht) aber die sinnvolle Verwendung innerhalb eines Unternehmens setzt ein gemeinsames Verständnis und ein praktikables Konzept voraus. Ein gemeinsames Konzept ist außerdem die Vorraussetzung um eine unternehmensweite Taxonomie aufzubauen.

Ich persönlich kenne derzeit kein Unternehmen, wo das über die Applikationslandschaft einheitlich verwendet wird. Sofern derartige Funktionalität überhaupt verwendet wird.

P.S: wer sich fragen sollte wo der Unterschied zwischen Schlagwort und Schlüsselwort im Firefox besteht. Mit Schlüsselwörtern kann man eine Verknüpfung für ein Lesezeichen erstellen: Wird das Schlüsselwort in die Adressleiste eingegeben und die Eingabetaste oder der Go-Button gedrückt, wird automatisch das zugehörige Lesezeichen aufgerufen. Beim Suchen mit Schlüsselwörtern wird nach dem Schlüsselwort noch ein Leerzeichen und die Suchabfrage miteingegeben.

http://www.firefox-browser.de/wiki/Schl%C3%BCsselwort

Erkunde dein Unternehmen

Ein Artikel auf http://golem.de hat mich wieder auf einen aktuellen Diskussionspunkt von uns gebracht. Wir diskutieren regelmäßig darüber, wie wir Content innerhalb des Unternehmens ablegen, kategorisieren und darstellen. Microsoft bringt einen neuen Gesichtspunkt in diese Diskussion ein

  • “finde Informationen die du suchst aber nicht beschreiben kannst”
  • “finde Informationen die du NICHT suchst aber für dich relevant sind”

Das aktuelle Forschungsprojekt Pivot von Microsoft Labs befasst sich mit den Unzulänglichkeiten der Visualisierung und Navigation innerhalb großer Datenbestände wie z.B. Wikipedia, Flickr etc. Den punktuellen Zugriff auf bestimmten Content beherrschen wir mittlerweile sehr gut mittels Konzepten wie

  • eindeutige Identifizierung durch eine URL
  • einheitlicher Zugriff über einen Webbrowser
  • Indizierung über Suchmaschine
  • Verwendung von Tags zur Klassifizierung

Was noch nicht so funktioniert wie in der Realität, ist die intuitive, interaktive Aufbereitung der Daten, wie es z.B. Zeitschriften oder Reports bieten (abgesehen vom Interaktiv). Dadurch werden Zusammenhänge zwischen Informationen hergestellt, die derzeit noch unter den Tisch fallen.

 

Überhaupt ist das Thema Visualisierung von Informationen ein aktuelles Thema im Web 2.0 das nur langsam Einzug in die Unternehmens IT hält. Plugins für aktuelle Browser zeigen neue Konzepte auf wie aktuelle verfügbare Informationen neu aufbereitet werden können (z.B. Cooliris oder Zemenata). Der interessante Punkt daran ist weniger die Visualisierungstechnik, sondern der Umstand, dass alle genannten Projekte auf die existierende Infrastruktur und deren Technologien aufsetzt (URL, Browser, RSS-Feed, HTML, Suchmaschine, Web 2.0 Services wie z.B. Flickr). Anscheinend haben wir den Punkt bereits überschritten, wo die vorhandene Technologie ausgereift ist und Neuerungen nur mehr in der darüber liegenden Schicht stattfinden.

Für mich ein Gedanke, dessen Konsequenz für moderne Unternehmen (E2.0) erst umgelegt werden muss. Der Einfachheit halber, habe ich noch zwei YouTube Videos von den genannten Plugins beigefügt und um euer Interesse zu wecken.

 

P.S: ob die deutschsprachige Unternehmenskultur mit dem Ansatz “erkunde dein Unternehmen” zusammenpasst können wir gerne beim nächsten Frühstück erörtern :-)

Innovationsmanagement

Nachdem ich denke, dass Innovation auch für E20 ein interessantes Thema ist, frage ich mal bei E20-Experten nach.

1) Was ist eine Innovation ?

2) Wie stellt Ihr euch Innvovationsmanagement vor ? Wie könnte in einem E20 eine Investitionsentscheidung getroffen werden ?

Damit ich nicht alles delegiere, fange ich mal mit ein paar ersten Gedanken an.

ad 1) Innvovation bedeutet, dass es etwas neues ist, und das Handeln bzw. das Verhalten verändert. Für E20 sollten diese Innovationen auch ein Geschäft bedeuten. (Sofern Gewinn und Umsatz im E20 Zeitalter noch eine Rolle hat.) Innovation muss daher den Markt verändern ?

ad 2) Jeder kann Innovationen einbringen. Die Person, dessen Innovation erfolgreich ist, soll auch einen Nutzen haben. Bewertet muss wohl – neben dem finanziellen Gewinn – die Breitenwirkung einer Innovation, die Neuartigkeit, die Veränderung bzw. Wachstum möglicher zukünftiger Optionen und Nachhaltige Wirkung werden. Wie kann ein Innovationsprozess ablaufen ? Ich kannte die Innovationsprozesse eines Konzerns. Da bestand Verbesserungsbedarf.

Bin schon gespannt auf kreative Ideen,….

Virtual Enterprise 2.0 Conference

logologo

Bin gerade in Facebook erinnert worden, dass nächste Woche Dienstag am 02. Februar 2010 eine virtuelle Enterprise 2.0 Konferenz stattfindet. Ich habe letztes Jahr schon daran teilgenommen und teilweise sind da sehr interessante Themen aufgekommen. Die Konferenz ist komplett online, aber man hat fast das Gefühl man befindet sich wirklich auf einer Konferenz (mit Ausstellerständen etc). Letztes Jahr war es ein wenig Oracle-lastig, aber gut, einer muss es ja auch bezahlen :) .

Vielleicht sieht man sich dort ….

Hier die FB-Message, die bekommen habe:

We’ve been fielding a lot of questions about the schedule for Virtual Enterprise 2.0 Conference and, at long last, we are now ready to unveil the program schedule – minus full details on the Microsoft keynote.

Between sessions, check out the Expo Floor and network with other attendees in the lounge – just like at a physical event. Be sure to stop by the Enterprise 2.0 Conference booth and say hi too.

… and remember this is all free. Register here: http://www.e2conf.com/virtual/

2/2/2010 – 10:30 am (All times are Eastern Standard Time)

Doors Open – Network with other attendees in the lounge, take a first trip through the Expo Floor and get a feel for the user interface.

11:00 am

Opening Keynote – Head over to the Keynote Hall to hear from Morten T. Hansen, Professor, University of California Berkeley, School of Information and Author of Collaboration: How Leaders Avoid the Traps, Create Unity, and Reap Big Results

12:00 pm

Accelerating Business Performance with Enterprise 2.0 – Oliver Marks & Sameer Patel of the Sovos Group discuss the stages from inception to completion that form the gateways to successful justification, budget allocation and roll out. The session will provide guidance on how to plan, internally sell, design, develop and launch Enterprise 2.0 initiatives that will provide tangible business value to your organization.

1:00 pm

Building an Interactive Enterprise – Join Louis Richardson, Worldwide Sales Executive, Social Software from IBM, as he reviews what IBM is doing to challenge people to think differently and do business differently. Learn how to create an interactive office environment with enterprise 2.0 capabilities that can bring people and content together quickly, integrate them into existing business processes, support high performance teaming, and drive faster decision making across the value chain of your organization.

1:30 pm

IBM Meet the Expert Q&A – Head over to the IBM booth for an in-depth Q&A session with Martha Mealy from IBM Lotus Market Management.

2:00 pm

Social Software Tools: A Critical Evaluation – To date, technology analysts have quite properly focused on the social and business aspects of social software. And yet, social software tools (including collaboration suites, pure-play blog / wiki / social-networking products, and revamped portal products from major vendors) differ quite substantially in maturity, approach, and support. This session will share customer research from noted evaluation firm CMS Watch on leading social software technologies, and provide a framework for customers to evaluate the marketplace based on their own needs. Presented by Tony Byrne, Founder, CMS Watch.

3:00 pm

Microsoft Keynote – TBA

3:30 pm

Microsoft Q&A Session – Who doesn’t have questions for Microsoft? This is your chance to ask them directly.

4:00 pm

Hello Again: The Evolution of Hello.bah.com – The 2009 Open Enterprise Award winner, Booz Allen Hamilton, is an organization well versed in leveraging Enterprise 2.0. In this session, learn how Booz Allen’s Hello.bah.com platform is evolving. From the tools leveraged to their approach to policy, governance, and user support, Hello, like many Enterprise 2.0 implementations, is changing as it is integrated into the fabric of the organization. Presented by Walton Smith, Senior Associate & Megan Murray, Community Manager/Project Coordinator, Booz Allen Hamilton

6:00 pm

Event Closes

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