Ist Kalle Blomquist ein Auslaufmodell?

Kalle Blomquist hinter ZaunGestern beim Mittagessen wurde mir von einer Kollegin begeistert eine Geschichte über die Überwachung von Kindern erzählt. Sie war vor kurzem bei einer Familie eingeladen und wartete mit den Eltern auf das Eintreffen der 14 jährigen Tochter. Als die Mutter zunehmend nervös über die Verspätung der Tochter wurde, erwiderte der Vater lakonisch “die fährt gerade mit dem 35er”.

Meine Kollegin war zuerst erstaunt über die hellseherischen Fähigkeiten des Vaters. Der meinte nur schmunzelnd “naja, ich hab’ halt die iPhone Fernüberwachung eingeschaltet, als ich das Ding meiner Tochter kaufte. Gerade vorhin habe ich noch im Internet nachgesehen wo sie ist”. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die derart behütete Tochter nichts von ihrem Glück weiß. Meine Kollegin war hellauf begeistert.

Zugriff auf Zuruf?

Heute einmal kein eigener Artikel sondern ein Hinweis auf einen Beitrag von Heise iX über die rechtliche Problematik von Cloud Services und Datenschutz.

Der Artikel wurde von Arnd Böken geschrieben, ein Berliner Rechtsanwalt & Notar, mit vielen Verweisen auf rechtliche Lösungsmöglichkeiten, wie europäische Kunden auch internationale Cloud Services verwenden können. Sehr interessant zu lesen. Nach seiner Meinung ist der Patriot-Act alleine noch kein Grund, um amerikanische Cloud Service Provider auszuschließen.

Governance als lebenserhaltende Massnahme

Was tun, wenn der erste Schwung vorbei ist?, fragt Joachim Niemeier von Centrestage in einer aktuellen Studie. Stagnationsphasen nach einer Einführung neuer Medien und neuer Kommunikationsprozesses sind unvermeidlich; der Umgang mit diesen ist entscheidend für den weiteren Erfolg der nicht nur der nächsten Schritte, sondern der gesamten Enterprise 2.0-Projekte.

Ich war ja lange Zeit ein Anhänger von Freestyle-Vorgangsweisen: Aus den Grassroots auf Bedürfnisse reagieren, mit interessierten User On-Demand-Lösungen entwerfen, maßgeschneiderte Lösungen aus einem generischen Baukasten entwickeln – das war lange Zeit meine Methode.

Das wird auf die Dauer anstrengend. Und: Diese Vorgangsweise verzichtet auf günstige Multiplikationsfaktoren, die das Wissen über neue Methoden leicht und schnell verbreiten können. Auch im eigenen Unternehmen braucht es eine – praxisorientierte – Verkaufsmappe mit den wichtigsten Argumenten, Casestudies, und Richtlinien.

Wir bleiben auch mit offenen Kommunikationsmedien, abteilungs- und länderübergreifenden Kommunikationsflüssen und spontan entstehenden Userbeziehungen in einer organisierten Welt. Mitarbeiter wollen wissen, was sie machen können, und teilweise noch wichtiger: was sie machen dürfen.

Wie viel Freiheit benötigt Enterprise 2.0?

Censorship?Derzeit laufen hitzige Diskussionen zur Freiheit des Internets. In den USA steht ein Gesetz zu einem Überwachungs- und Blockade-System für das Internet vor der Einführung – und da sich einige zentrale Knotenpunkte und Schaltstellen des Internets auf Boden der USA befinden, hätte dieses Gesetz massive Auswirkungen auf die gesamte Welt (siehe Info-Graphik weiter unten).

In einem Unternehmen stellen sich ähnliche Fragen: Wie viele Freiheiten sollen Mitarbeiter haben dürfen? Sollen ein Mitarbeiter z.B. in der Arbeitszeit Kritik am eigenen Unternehmen auf dessen Facebook-Seite posten dürfen. Das klingt unrealistisch? Das reale Beispiel ist ein Google-Mitarbeiter, der vor kurzem massive Kritik an Google+ ebendort gepostet hat (siehe mashable).

Social Media Statistiken einmal anders

Habe gerade auf einer Website vorbei geschaut, die jeder kennt, aber keiner offiziell besucht (nein, nein, es ist keine XXX-Seite ;) und siehe da eine Notiz von den Betreibern an alle Besucher, das man sich vor Klonen schützen soll und nur das Original besuchen soll.

Was aber wesentlich interessanter war, die Betreiber haben darum gebeten, diese Nachricht an Freunde zu verteilen und siehe da, eine interessante Social Media Statistik:

* Facebook 143.000 LIKES
* Twitter 524 Tweets (kein nicht, 524 tausend, es sind nur 524 Tweets)
* Google 3.500 1+
* Sonstiges 19.600 Shares

Was sagt uns das, Twitter ist nur was für die Social Media Consultants oder irgendwelche Apps, die dann wiederum Facebook automatisch befüllen. Google+ ist da, aber weit abgeschlagen 2,5% von Facebook!!! .

D.h. wir haben einen Gewinner, Facebook ist derzeit einzig und allein relevant!!!

Das war’s auch schon wieder, so jetzt surfe ich weiter auf der Seite, die ich nicht nennen will ;) .

lg kms

Enterprise 2.0 Städteplaner unter sich #2

800px-Schloss_Zweibruecken_Stadtmodell_1[1] So wie große Städte einen Städteplaner brauchen, benötigen große IT-Infrastrukturen Enterprise Architekten. Wer Informationen aus dem Unternehmen mit Mitarbeiter zusammenbringen will, muss einmal wissen, wo er Informationen im Unternehmen zur Verfügung hat, wer dafür zuständig ist und mit welcher Technologie er diese Daten verknüpfen kann.

Die Frage, was ist ein Informationssystem und wer nutzt es in welcher fachlichen Aufgabe, ist leicht gestellt. Die Antwort aber in der Praxis oft schwierig zu finden.

Wir haben im Frühling diesen Event bereits einmal im privaten Rahmen durchgeführt (mehr Details hier). Nun erfolgt der zweite Streich. Wer Zeit hat und etwas beitragen kann, bitte diesen Artikel kommentieren oder mich direkt anschreiben.

Der Gastgeber wird dieses Mal Johannes Mayr (Uniqa) sein. Wenn wir die potentiellen Teilnehmer zusammenhaben wird er den konkreten Termin organisieren. Hier noch einmal einen herzlichen Dank an Johannes.

Bild: Wikipedia CC -  Immanuel Giel

Von einem JBoss Virus und einer ignorierten Sicherheitslücke

Wer kennt sie nicht die regelmäßigen Sicherheitsmeldungen der CVE , wonach in einer Software wieder einmal eine Sicherheitslücke entdeckt wurde. Diejenigen Unternehmen unter uns, die gerne Open Source für die eine oder andere Problemstellung einsetzen, ignorieren gerne im Alltag die notwendigen Sicherheitspatches, da sie meistens selbst kompiliert und deployed werden müssen. Wobei die Tests und Prozedere zur Softwareverteilung meistens aufwendiger sind als der Patch selbst.

Nur so ist zu erklären, warum eine Sicherheitslücke im JBoss Application Server zwar schon seit einem Jahr bekannt  ist und vorbildlich von RedHat entsprechende Patches veröffentlicht wurden, ein listiger Virus diese Sicherheitslücke aber noch immer im großen Stil ausnützen kann. Offensichtlich findet er genügend Futter in den Unternehmen. Details zum Virus sind folgendem JBoss Posting zu entnehmen.

Anscheinend gibt es noch immer genügend alte Versionen des JBoss AS im Unternehmenseinsatz, die nie einen Patch gesehen haben und in jungfräulicher Unschuld der Dinge harren. Offensichtlich sind manche Betreiber derart überzeugt, dass ihnen nichts passiert, dass sie nicht einmal die von JBoss empfohlenen Sicherungsmaßnahmen konfigurieren. Ist halt einfacher so. Da hat ein findiger Virenschreiber leichtes Spiel.

Pleonasmus Langzeitarchivierung

imageLetzte Woche hat DI Michael M. Freitter vom Bundeskanzleramt den Begriff Langzeitarchivierung aufs Korn genommen. Im Rahmen der ADV Veranstaltung “Langzeitarchivierung” wurde viel über Normen & Standards gesprochen, aber auch über das Verständnis der Wirtschaft über Archivierung allgemein.

Warum ist Langzeitarchivierung ein Pleonasmus? Diplom-Archivar Steffen Schwalm von BearingPoint brachte dazu eine interessante Folie die zwischen Langzeitspeicherung und Archivierung differenziert und diese kurz charakterisiert:

Deutscher Sicherheitsreport 2011

imageEs wurde gerade eine repräsentative Studie zum Thema Sicherheit in Deutschland im Auftrag von T-Systems veröffentlicht.

Für den “Sicherheitsreport 2011″ hat das Institut für Demoskopie Allensbach und das Centrum für Strategie und Höhere Führung einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung (1.715) im Alter ab 16 Jahre sowie Topführungskräfte (330) im Zeitraum von 22. Juni bis 22. Juli befragt. Zu den Entscheidungsträgern gehörten Abgeordnete (122) sowie Unternehmenschefs (143) und Mitarbeiter mit Leitungsfunktion (65).

Mobile (Web-)Zukunft – und wie sieht meine mobile Strategie aus?

(c) closari (CC-Lizenz) http://www.flickr.com/photos/closari/3118839639/sizes/m/in/photostream/

Ziele für mobile Web-Lösungen

Wenn ich heute jemanden anrufen will, dann habe ich derzeit weltweit 3 Mrd. registrierten Mobilfunk-Geräte um dies zu tun. Damit kann ich theoretisch die halbe Welt mobil erreichen. Diese Zahl wird nach Schätzungen in den nächsten Jahren nochmals um 30% steigen. Ich habe in letzter Zeit keinen Jugendlichen mehr gesehen, der kein Handy bei sich trägt, da tragen sie schon eher keine Uhr mehr.

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