Anforderungen Anwendungsportal

Eine der wichtigsten Technologien für E2.0 sind Portale. Es wird gerne über technische Funktionen diskutiert, ob sich die Einführung und Verwendung von Portaltechnologien auszahlt. Dazu zählt z.B. die Schaffung von einheitlichen Benutzeroberflächen oder Single Sign On (SSO) um nur einige Funktionen zu nennen.

Es wird gerne dabei übersehen, dass einer der größten Vorteile dieser Technologie weniger in den Programmier-Frameworks liegt als in betrieblichen Aspekten, die speziell in größeren Unternehmen zum Tragen kommen.

Ein laufendes Portal stellt unter anderem eine Ablaufumgebung bereit, in dem einzelne Web-Applikationen (genannt Portlets oder Web-Parts) unkompliziert bereitgestellt werden können (genannt “deployed”). Die Produktivsetzung eines einzelnen Portlets erfolgt daher mit vergleichbar wenig Aufwand, da mit der Produktivsetzung des Portals nahezu alle Abstimmungen und Beschaffungen mit dem Rechenzentrum RZ durchgeführt wurden:

  • Hardware und Software Komponenten
  • Hochverfügbarkeitskonzept
  • Netzwerk Topologie
  • Firewallfreischaltungen & Sicherheitskonzept
  • Deployment und Supportpozesse inkl. Dokumentation
  • betriebliches Monitoring
  • Helpdesk
  • Service Level Agreement (SLA)
  • fertige Entwicklungs und Testumgebungen
  • etc.

Es wird immer wieder unterschätzt, wie viel Aufwand es für ein Unternehmen bedeutet, eine hochverfügbare Produktionsumgebung  (mind. AEC-2) für eine Web-Applikation bereit zu stellen, die vom Rechenzentrum korrekt betrieben und betreut werden kann. Diese Art von Infrastruktur pro Web-Applikation zur Verfügung zu stellen, überfordert jede Organisation in Bezug auf Zeit und Geld.

Diese einmal für ein Portal zu definieren, zu testen und in Betrieb zu setzen, ist ein einfache Übung, zumal alle folgenden Portal Anwendungen sich nahtlos dieser Infrastruktur anpassen.

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply

Subscribe to RSS Feed Follow me on Twitter!