Desktop Alltag

Heute ein etwas anderer Beitrag, der aus meiner Frustration über die Arbeitsmittel eines typischen Arbeitsleben im Jahr 2009 entstand.
Wir schreiben viel über Web 2.0, Enterprise 2.0. Auch über Wikis, CMS, DMS, BPM und was es sonst noch gibt. Aber mein Arbeitsalltag ist noch immer vom trivialen Problem geprägt, dass sich meine “Infobits” auf viele Orte, Formate und sogar Programme verteilen:

  • Zur Selbstorganisation habe ich mittlerweile unser Outlook 2007 schätzen gelernt, dass sogar  Emails und RSS Feeds eine Aufgabe zuordnen kann. Die über alles gehende Kategorisierung (enspricht Tag) hilft parallel dazu ungemein.
  • Für meine projektbezogen Notizen verwende ich Word Dokumente die ich mit MS Word schreibe, die recht lang werden können. So halte ich guten Überblick über bestimmte Inhalte. Simple aber effektiv.
  • Für kleinere Notizen oder Merker schreibe ich gerne kleine HTML Seiten inkl. Stichworte (<meta name=”Keywords” …), die ich unter Vista wunderbar im Explorer suchen kann (z.B. tag:SOA). Mein derzeitiger Kompromiss diese zu schreiben ist Abiword, das flink arbeitet und schlanke Funktionalität bietet. Die Möglichkeit Tags zu vergeben ist zwar holprig, aber akzeptabel.
  • Im Browser liebe ich mittlerweile die Möglichkeit mit Firefox meine Bookmarks zu taggen, anstelle irgendwo einzuordnen. Leider sind diese Tags im Firefox eingeschlossen und nicht anderswo durchsuchbar, z.B. vom Betriebssystem aus.
  • In der Arbeit gibt es Sharepoint als Collaborationsplattform für Unternehmens News und wichtige Dokumente sowie einen Blog den meine Abteilung führt
  • Mehrere Fileshares ergänzen die Ablagemöglichkeit für Projekte, Abteilungen, Themen und Bibliotheken wo mit MS Office & Co Dokumente erstellt und verarbeitet werden
  • aus Neugier habe ich auch einen Blog begonnen, wo ich versuchsweise Merker eingetragen habe für private Dinge, ebenfalls getaggt.
  • Die Artikel für unseren Blog schreibe ich aus Komfortgründen mit Microsoft Live Writer, da ein perfektes simples Werkzeug und angenehmer als die Weboberfläche.
  • ach ja, ich habe meinen Desktop vergessen wo ich noch immer einiges ablege. hier wenigstens durchsuchbar durch meine Desktop Suchmaschine die reibungslos alles findet, speziell wenn es getaggt ist
  • Oh Gott, ja wir haben noch drei Wikis im Einsatz und demnächst ein Entwicklerforum. Habe ich glatt vergessen.
  • Zum Schluss füge ich meine liebe Ehefrau an, die ebenfalls werktätig ist und manchmal Informationen aus unserem privaten Datenschatz abruft. Was daher insgesamt 3 Plätze macht wo ich meine privaten Daten zugreifbar halten möchte/muss
  • Noch nicht mitgerechnet habe ich meine Arbeitsapplikationen wie z.B. SAP oder Web 2.0 Angebote wie Google Docs oder das coole Firefox Plugin Srapbook

Lest einmal nach wo ich überall z.B. Tags verwende. Furchtbar. Mein Ziel war und ist es, soweit wie möglich von Programmen unabhängig zu sein und offene oder defacto Standards zum Speichern zu verwenden.

Wenn wir E2.0 adressieren wollen, sollte wir doch dafür eine sinnvolle Antwort haben oder? Kann mir wer einen Tip geben was ich falsch mache? Wem geht es besser?

P.S: als Sicherheits Jünger liebe ich es meine Daten auch regelmässig zu sichern, was bei manchen Quellen nicht so einfach möglich ist

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4 Responses to “Desktop Alltag”

  1. Klaus-M. Schremser says:

    Lieber Michael,

    du sprichst mir aus dem Herzen, habe mal nachgedacht, was ich so mache.

    - Hauptwerkzeug Thunderbird Mail + RSS
    - Textdateien, um Todos zu verwalten – sowie Handy
    - GoogleKalender für Termine
    - GoogleDocs für verteilte Dokumente und Excels
    - Word für Konzepte
    - Blog, Twitter, Youtube, Delicious, Facebook für Marketing nach draussen
    - Mozilla Bookmarks für Archivierung von Sites
    - Gentics CMS für Website pflege und bloggen und wiki warten
    - Xing, Facebook, Linkedin für Netzwerking und Visitenkarten sparen
    - CRM und Fileshares für Angebote und Salesüberblick
    - Ticketsystem für alle Abteilungsaufgaben

    - Zum Glück haben wir noch unser Intranet auf unserem Portal (Gentics Portal.Node) basierend, wo zumindest ein guter Teil an Inhalten, Blogs, Wikis, Applikationslinks etc zusammengefasst ist

    Alles an sich sehr gut, aber nichts 100% kombiniert und nichts zentral gebackuped. Decentralized Enterprise 2.0 also

    mfg kms

  2. Michael Holakovsky says:

    Und was ist da jetzt die Lösung? Mein bisheriger Ansatz war es, möglichst alles auf den Desktop in einer Datei die defacto Standard ist (z.B. MS Word kann ich seit 10 Jahren lesen) oder offener Standard wie z.B. HTML oder Textdateien.
    Stosse langsam an die Grenze dieser Vorgangsweise.

  3. gold says:

    Gut zu Wissen. Kommt hier noch ein Folgeartikel? Würde gern einiges mehr darüber erfahren. Könntest du mir per E-Mail antworten?

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