Mitarbeiter des Monats: Bots 2.0

botsWaehrend der Recherche fuer einen Vortrag habe ich folgende Definition gefunden:

“characteristics:
(1) emergent behavior,
(2)redundant degrees of freedom,
(3) no central director of action, and
(4) a “Think Locally, Act Locally” scope of control.”

Die einzelnen Punkte werden noch naeher erklaert: emergent behavior bedeutet “behavior of a system that cannot be specified prior to it’s occurrence. This distinction between emergent and specified is critical.” Redundant degrees of freedom verlangen “a greater amount of movement or behavioral variability than is necessary to complete a particular task”, und local scoping of control schliesslich bedeutet, man hat es mit “self contained objects that have what they need to get the job done” zu tun.

Klingt wie eine weitere schoene, leicht verknappte Definition von Enterprise 2.0? Ist aber die Beschreibung eines Experimentalsettings, das Robotern ermoeglichen soll, wie in biologischen Prozessen und dynamisch zu lernen…

Eine weitere Beobachtung der Autoren (Gene Korienek, William Uzgalis, Adaptable Robots, in: Cyberphilosophy , Blackwell Publishing 2002) ist eine noch treffendere Metapher zur 2.0-Organisation: “members of a collective typically do not share information with one another, rather they interact through their local environment”.
Imperative wie “jetzt teilen”, “jetzt produktiv sein”, “jetzt kooperieren” loesen bestenfalls Kopfschuetteln, wenn nicht ueberhaupt offene Ablehnung aus. Die besten Loesungen dagegen sind die, die man gar nicht bemerkt, weil die Probleme so glatt loesen, weil sie eine Luecke stopfen und nicht als Fremdkoerper eingefuehrt werden muessen.

2.0 Anwendungen haben gute Voraussetzungen dafuer – wenn sie nicht als solche behandelt werden.
Konkret bedeutet das fuer mich, nicht nur auf die grossen 2.0 Begriffe zu verzichten, sondern auch auf die kleinen: Das Wort Wiki habe ich bereits aus der Kommunikation im internen Projektmarketing gestrichen; stattdessen gibt es Abstellraeume/Junkrooms, in denen jeder etwas zwischenlagern kann, Open Spaces, in denen jeder Informationen erweitern und bearbeiten kann und Teamrooms, in denen konkrete Projekte bearbeitet werden. Ein angemessener Neujahrsvorsatz waere es,  auch noch das Wort Blog durch etwas eindeutig Praktisches ersetzen – aber Blog als generischer Begriff ist noch nicht gar so eindeutig vorbelastet wie die Funktion Wiki mit dem Produkt Wikipedia.

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