Enterprise 2.0 Studie von Bitkom

Bin gerade wieder über die Bitkom Studie aus dem Jahr 2008 über Enterprise 2.0 gestolpert. Diese Studie liefert ein paar Hinweise darauf, warum die Einführung von Enterprise 2.0 im deutschsprachigen Raum und im spezielle Österreich langsam verläuft. Die großen Unternehmen ab 5.000 Mitarbeiter waren in Deutschland die Vorreiter für Enterprise 2.0.

Der überwiegende Anteil der österreichischen Unternehmen sind aber Klein- und Kleinstbetriebe. Der Hauptverband der österr. Sozialversicherungen hat folgende Statistik für 2009 für insgesamt 240.000 Betriebe veröffentlicht:

  • 0.1% Betriebe mit mehr 1.000 Mitarbeiter = 185 Betriebe
  • 0.5% Betriebe mit 250-1000 Mitarbeiter = 1199 Betriebe
  • 17% Betriebe mit 10-250 Mitarbeiter = 39.000 Betriebe
  • 82% Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeiter = 200.000 Betriebe

Beispiel Vorarlberg 2009: dort sind 96% der 8.668 Betriebe Klein und Kleinstbetriebe, wobei

  • 75% der Betriebe weniger als 10 Mitarbeiter haben
  • 3% der Betriebe zwischen 50 und 250 Mitarbeiter haben (Mittelbetriebe)
  • und 36 Unternehmen als Großbetrieb gelten mit mehr als 250 Mitarbeitern

Damit fehlt in Österreich eine Kategorie von Unternehmen, die einen schnellen Mehrwert aus den bisherigen Ansätzen von Enterprise 2.0 schöpfen können und die Themenführerschaft dazu übernehmen. Interessant finde ich den Umstand, dass laut der Studie in Kleinbetrieben, die Adaption von “sozialen Netzwerken” starke Verbreitung findet, dicht gefolgt von Wikis.

Ich denke, dass die bisherigen Ansätze zu wenig Mehrwert für Klein & Mittelbetriebe schaffen. Nur ein Wiki oder CMS allein sind noch kein wirtschaftlich messbarer Mehrwert. Vielleicht kann Klaus-M. Schremser Gentics oder Strnadl Christoph Software AG aus ihren Unternehmen Beispiele bringen, welche konkreten Vorteile sie kennen. Ich werde demnächst noch eine kurze Zusammenfassung der Studie schreiben und ein paar Konsequenzen daraus ableiten.

Wenn jemand aktuellere Studien kennt bitte im Kommentar bekannt geben.

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