Hier noch einmal eine Lanze gebrochen für OpenSource, einmal aus einer anderen Richtung. Wer sich einmal näher mit den IT Architekturen der großen Web 2.0 Services wie Google, Amazon, Twitter, Facebook & Co auseinander gesetzt hat erkennt, dass diese hochgradig auf Open Source aufgebaut sind.
Wer den Gedanken zu Ende denkt, kommt schnell zur Erkenntnis dass die „free beer“ Mentalität des Web 2.0 mit hochqualitativen und kostenlosen Services erst durch die Existenz von Open Source möglich war. Interessant ist für mich dabei die zeitliche Überlappung. Open Source war eine Bewegung die ihren Hype in den 90er hatte und heute unverzichtbarer Bestandteil auch der Geschäftswelt ist. Web 2.0 ist ein Kind der 00er Jahre das das Wort „Beta“ zu einem Geschäftsmodell machte.
Es wird gerne in manchen Unternehmen Open Source als wenig geeignet angesehen um geschäftskritische Applikationen darüber abzuwickeln. Wer sich aber die Verfügbarkeit und Qualität von Web 2.0 Services ansieht, dann können diese mühelos mit den besten und teuersten Unternehmens Rechenzentren mithalten. Oder hat schon jemand einmal ein Dokument in Google Docs oder Flickr verloren? Ich kenne niemanden persönlich, dem solches passierte. Von der Performance ganz zu schweigen.
Vielleicht bietet Web 2.0 mehr als nur „Social“ Konzepte die in Unternehmen Anwendung finden. Eure Meinung dazu?


Open Source und Free Software möchten ja auch klar abgegrenzt werden: Open Source bedeutet technische Offenheit, Free Software auch kommerzielle und unternehmerische – was auf der Basis von Free SOftware entstanden ist, muss auch als Free Software vertrieben werden (was ja nicht unbedingt gratis heisst…)
Und das ist ein Zugang, mit dem sich viele kommerzielle Veranstaltungen lieber gar nicht beschäftigen…