Wie würdet ihr eine Innovation-Community aufsetzen?

Steve Jobs antwortete auf die Frage eines Interviewpartners „How do you systematize innovation?“

The system ist hat there is no system!“

Und führt weiter aus:

BUT innovation comes from people meeting up in the hallways or calling each other at 10:30 at night with a new idea, or because they realized something that shoots holes in how we’ve been thinking about a problem. It’s ad hoc meetings of six people called by someone who thinks he has figured out the coolest new thing ever and who wants to know what other people think of his idea.”

Ich persönlich sehe den wichtigsten Impact der 2.0-Welt darin, dass sich die Art wie wir Antworten auf die offenen und latenten Bedürfnisse und Wünsche von Kunden geben dramatisch gewandelt hat. Am einfachsten durch das Wort Partizipation abzukürzen. Dank neuer Toolwelten wird ein neuronaler Kurzschluss nicht nur zwischen MitarbeiterInnen eines Unternehmens möglich, sonder darf herkömmliche Grenzen zwischen dem Unternehmen und seiner Außenwelt sprengen. Damit werden Kunden und Partner Teil bei der Gestaltung von Produkten und entscheiden maßgeblich Innovation mit.

 Soweit so schön. Doch nun stehe ich da und frage mich, welches Tool für mein Unternehmen konkret Sinn machen könnte, um Ideenaustausch zu bestehenden und neuen Produkten zu ermöglichen. Auch wenn hier keine Top-Secrets geshared werden, sollte diese Community eventuell geschlossen bleiben Wo könnte diese Frage besser passen als hierher.

Bitte um eure Hilfe.

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10 Responses to “Wie würdet ihr eine Innovation-Community aufsetzen?”

  1. Ich bin ja ein grosser Freund von Prediction Marktes.
    Warum?
    Tools alleine, auch wenn sie noch so schön integriert sind erzeugen keinen Buzz. Es braucht immer die Geschichte dazu, ein Spiel, einen Anreiz.
    Damit meine ich nicht das Materielle, sondern eher einen sichtbaren Prozess, der verständlich und nachvollziehbar ist, einen Anfang, eine Ende und ein Ziel hat.
    Auch wenn ein Dauerzustand vielleicht die Idealvorstellung ist, denke ich doch, dass solche Innovationsprogramme schubweise mit begleitendem Aktionismus eingeführt werden müssen – nicht nur auf der Marketingebende, sondern direkt in den Prozessen selbst.

  2. Dem Kommentar von Michael Hafner möchte ich beistimmen. Nimm als Beispiel unseren Blog. Das Medium Blog war und ist noch immer Sinn stiftendes Element, aber ohne unsere Frühstücke und ein paar Abendevents würde das nicht funktionieren.

    Darüber hinaus noch ein kurzer Hinweis für Facebook, weil du letztens gefragt hast. Um mit Facebook zu arbeiten, stehen dir zwei Arten von Accounts zur Verfügung:
    - persönlicher Account
    - Business Account

    Damit kannst du auf drei unterschiedliche Arten etwas zu vermarkten:
    - persönliches Profil
    - Groupen
    - Pages

    Da ich nicht alle Infos in ein Kommentar hinein bekomme, schreibe ich dir mehr dazu in einem eigenen Beitrag.

    WARNUNG: in vielen Fällen kann nicht zwischen verschiedenen Varianten später gewechselt werden, z.B. ein persönlicher Account zu einem Business Account geändert werden oder eine Page zu einer Group verwandeln. Daher vorher gut überlegen!

  3. Danke für eure Beiträge. Damit kann ich viel anfangen. Ich nehm für mich vorallem mit, dass
    1) Promotioncharakter einer Innovations-Arbeit zuträglich ist
    2) auf das Tool Set-up doch größeres Augnmerk zu legen ist.

    Danke an euch! (und natürlich freue ich mich auch über weitere Kommentare)

  4. [...] Beitrag ist eine Ergänzung zu meinem Kommentar den ich zum letzten Artikel von Michael Andrae [...]

  5. Wenn es nach Michael H. geht, dann wäre der Innovationsprozess per Email sicher am effizientesten ;) . Ich habe ein wenig gekramt im Netz. Zuerst habe ich mir gedacht, du solltest dir zuerst den Prozess überlegen, wie er für euer Unternehmen funktionieren kann und möglichst auch im alltäglichen Prozess(en) gut untergebracht werden kann. Dann dachte ich an ein Wiki, hier hat man zwar keine optimale Social Networking-Integration, die ev. den Innovationsprozess unterstützen könnte.

    Jetzt habe ich noch ein wenig im Netz gesucht. Hier gibt’s sicher noch ein paar interessante Software-Lösungen:
    http://www.ideaconnection.com/software/ideation-2-0-7.html

    Vielleicht kann man das Tool auch in einem eigenen Innovationsprozess finden :) .

    mfg kms

  6. …. ein e-Mail mit der perfekten Idee wäre mir auch recht :-)

    Wir haben unseren Innovationsprozess nach allen Regeln der Kunst aufgesetzt, doch der endet dort- oder viel eher fängt dort an – wo jemand seinen kreativen Geistesblitz formal einreicht.

    Ich bin kein großer Freund von Kreativ-Workshops und Auszeit für Innovation und sehe den Erfolg stärker in Innovation, die im Alltag passiert. Finde trotzdem das Argument von Michael (Hafner) wertvoll, dass Innovation immer einen “Promotion-Caharakter” braucht.
    Spannend finde ich, wenn es gelingt, Dank Enterprise 2.0 Kunden/Partner/Mitarbeiter zu Mitgestaltung zu provozieren. Hier den Pfad zwischen Schutz der Idee und offener Ideenbefruchtung zu nehmen, wird spannend.
    Danke für die Anregungen!

  7. wie du schon an den Kommentaren erkennen kannst, geht einer ausformulierten Idee meistens ein Gedankenaustausch mit anderen voraus. Damit stellt sich die Frage, welche Rahmenbedingungen und Infrastruktur musst du für dein Unternehmen schaffen um diesen Gedankenaustausch zu fördern.

    Das hängt sehr stark auch von der Art der Mitarbeiter ab. Mir fällt dazu immer wieder die “yellow rubber duck” ein, die eine kanadisches Unternehmen als sichtbaren “Award” für innovative Entwicklung in den Abteilungen verteilte. Alle stellten sie mit Stolz in den Arbeitszimmern aus. Irgendwann kam ein Kollege in ein anderes Zimmer, stutzte und fragte “where is your rubber duck”?

  8. Ich habe inzwischen bei einigen Organisationen einige Tools im Einsatz gesehen und für mich folgende Punkte für den erfolgreichen Einsatz herausgefunden:

    - “low entry barrier”: niemand erstellt gerne neue Accounts oder durchläuft komplizierte Prozesse um seine Ideen / Anregungen zu veröffentlichen
    - oft gibt es unter der Zielgruppe schon Leute die sich privat schon mit neuen Technologien beschäftigen und deren Einsatz stark unterstützen; diese Tools muss man halt herausfinden

    Die obigen zwei Punkte haben uns zB in unserer Organisation dazu bewogen, eine Gruppe auf Facebook zu erstellen und wir sind sehr zufrieden.

    Für einen Gedankenaustausch mit dem Kunden ist es natürlich wichtig auf Blogs / sozialen Netzwerken / Communities wo die Kunden sich mitteilen in eine Konversation zu treten, zuzuhören, präsent zu sein. Feedback von dort kann natürlich auch zu Innovationen anregen.

  9. es geht weniger um das Tool als mehr um die Unternehmenskultur. Wir haben schon einige Projekte dazu gemacht – Erfolgfaktoren: Gemeinschaf, Autonomie, Gleichheit, Tranparenz, Mission. Innovationsmanagement darf nicht als Projekt verstanden werden. Mal ein Beispiel: http://www.wissensgarten.com/wordpress/?p=2280 für Prediction Market hier: http://www.wissensgarten.com/wordpress/?p=2296

  10. “nicht als Projekt sehen” – das ist ein sehr wesentlicher Punkt.

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